Herzlich Willkommen …

… auf der Homepage der Gesellschaft für Social Groupwork e.V.,
dem deutschen Chapter der IASWG!


SAVE THE DATE

Für unser nächstes Jahrestreffen mit Methodenwerkstatt ist das Wochenende 19.3. – 21.3 März im Nell Breuning Haus reserviert. Keine/r weiß was bis dahin möglich sein wird. Sollte ein reales Treffen nicht oder nur eingeschränkt möglich sein, werden wir uns für dieses Wochenende Alternativen überlegen.

Des weiteren laden wir heute bereits zum internationalen Symposium ein, das vom 17. – 19. Juni in Litauen (Kaunas) stattfinden wird! Sollte es aufgrund der Coronaeinschränkungen nicht möglich sein, wird es sicherlich, nach den sehr guten Erfahrungen in diesem Jahr digital stattfinden.

Eine Veranstaltung mit Lorrie Greenhouse Gardella ist geplant für den 11. Juni 2021 in der KatHo Aachen. In verschiedenen Workshops soll ein Bezug aus der Lehre Louis Lowy zur heutigen Situation hergestellt werden. Weitere Infos folgen.


In Memoriam Georg Nebel

Am 18. März 2020 ist unser Freund und Lehrer Georg Nebel nach langer Erkrankung gestorben. Trotz des Corona-Regimes konnten sich seine Familie und enge Freunde von ihm verabschieden. So konnte Georg gehen wie es ihm entsprach – umgeben von ihm lieben Menschen.

Ich selbst war nicht mehr in Würselen, seinem Wohnort. Umso mehr freue ich mich über die Bitte des Vorstands, diesen Betrag zu seiner Erinnerung verfassen zu dürfen!

Mit Georg geht ein sehr großer Lehrer des Social Groupwork von uns. Auch wenn Louis Lowy und Georg Nebel sich nie persönlich begegnet sind, so können wir mit Fug und Recht sagen, dass diese beiden Personen die Väter der Social Groupwork in Deutschland sind, des German Way of social Work with Groups! Während der Einfluss von Louis Lowy vor allem darin besteht, dass er mit seinen alljährlichen Sommer-Seminaren an der Akademie für Jugendfragen in Münster zur Gruppenarbeit, zur Erwachsenenbildung und zur Supervision wesentlich die Gründung und Ausrichtung des Institutes für Beratung und Supervision Aachen über Heinz Kersting geprägt und mit den an der Boston University entwickelten Studien zur Gruppenarbeit ausgestattet hat, ist es der besondere Verdienst von Georg Nebel, das Aachener Curriculum der Intensivausbildung in Sozialer Gruppenarbeit entwickelt und ständig weiterentwickelt zu haben. Georg ist der Praktiker, der mit seinem Können, seiner Fachlichkeit aber vor allem mit seiner Person Generationen von Groupworkern in Deutschland auf den Weg gebracht hat.

Georg ist einer der Sozialarbeiter, die zuvor einen „anständigen Beruf“ gelernt hatten. Diese Generation der Berufskollegen stand, wie Georg, immer mit beiden Beinen im Leben. So ging es Georg auch nicht um die Begründung einer neuen Schule der sozialen Gruppenarbeit, als er das Curriculum für die Aachener Intensivfortbildung entwarf. Er verstand Gruppenarbeit als eine der essentiellen und potenzialreichsten Methoden der Sozialen Arbeit, die in allen Arbeitsfelder eingesetzt werden kann. Doch war er auch kein blinder Pragmatiker. Seine erste Prägung in Bezug auf die Gruppenarbeit erhielt Georg durch die Gruppendynamik. Doch musste ihm die psychoanalytische Grundhaltung für die Soziale Arbeit nicht in allen Feldern als adäquat erscheinen.

Georg hatte sich auch mit der Methode der Gemeinwesenarbeit auseinandergesetzt, die ja von Anfang an Gruppenarbeit nutzte. Doch auch hier war die Prägung durch den oft politisch begründeten Anspruch in Bezug auf die Gruppenarbeit ihm zu eng. Das fachliche Fundament der Gruppenarbeit in der Gemeinwesenarbeit scheint sich häufig auf die Identifizierung örtlicher Führer zu beschränken und nutzt die Potenziale der Gruppe für die Entwicklung der Mitglieder nicht.

Mit den Theorien zur Sozialen Arbeit mit Gruppen, wie sie durch die Boston-University und hier besonders durch Louis Lowy nach Deutschland kamen einerseits und dem systemischen Konstruktivismus, als erkenntnistheoretischer Grundlage, verband Georg verschiedene Schulen der Gruppenarbeit miteinander im Aachener Curriculum zum „German Way of Groupwork“. Dazu gehören:

  • Die Traditionen der Entstehung des Groupwork aus der Sozialen Aktion, der therapeutischen Hilfe und der gegenseitigen Hilfe (Selbsthilfe)
  • Die Schule des Developmental Modells und des TZI
  • Die Kommunikationsforschung der Palo-Alto-Gruppe
  • Der Konstruktivismus
  • Beratungskompetenz
  • Organisationsentwicklung und
  • Neurolinguistisches Programmieren

Georg war kein Theoretiker, der sich durch eine Masse an Publikationen hervorgetan hätte. Er war viel zu sehr Pragmatiker und vor allem liebte er es viel zu sehr, sich in Gruppen und in Mitten von Menschen zu bewegen. Wenn Heinz Kersting sagte „Groupwork, dat is et Leben“, dann kann man das über das Leben von Georg in ganz besonderem Maße sagen.

So gibt es denn doch ein Buch, das in besonderer Weise diese groupworkerische Haltung zum Ausdruck bringt: das „Werkbuch für das Arbeiten mit Gruppen“, das er zusammen mit Bernd Woltmann-Zingsheim herausgegeben hat. Es vereint eine Reihe von Beiträgen unterschiedlicher Autoren zur Methode und zur Geschichte, zur Theorie und Praxis der Sozialen Gruppenarbeit. Das besondere Verdienst von Georg und Bernd sind zum einen die Weiterentwicklung der Theorie der Gruppenphasen zu einem zirkulären Verständnis auf dem Hintergrund der Autopoiese von Gruppen als lebenden, bzw. sozialen Systemen und zum anderen eine beachtliche Zusammenstellung von ressourcenorientierten, methodischen Interventionen in Gruppen. Das Buch ist in vielfacher Hinsicht ein besonderer Schatz für jeden Groupworker.

Eine solche allgemeine und fachliche Würdigung von Georg reicht aber für uns, die wir Georg aus der Ausbildung am IBS und aus dem Leben des deutschen Chapters der IASWG kennen, nicht aus. Zu Georg gehören seine Streitbarkeit, seine Liebe, sein Humor, seine Beziehungsorientierung. Er hat es vielen Groupworkern nicht immer einfach gemacht, sich von ihm zu emanzipieren, sie aber gerade dazu immer herausgefordert.

In diesem Sinne kann man behaupten, dass der Groupwork-Kurs, Georg Nebel, Wolfgang Offermann und Karin Genius, in der besten Tradition von Louis Lowy steht, über den Heinz Kersting schrieb, „Selten habe ich einen Wissenschaftler erlebt, bei dem der Inhalt seiner Botschaft so identisch war mit der Art, in der er seine Botschaft vermittelte, wie bei Louis Lowy“. 2008 wurde Georg auf dem Internationalen Symposium der IASWG als IASWG-HONORE ausgezeichnet und aus demselben Grund hat die Gesellschaft für Social Groupwork 2017 Georg und seine beiden Mitstreiter mit der Ehrennadel der Gesellschaft geehrt.

Er hat das Deutsche Chapter (mit Heinz Kersting und ca. 30 Groupworkern) 1993 als Gesellschaft für Social Groupwork e.V. gegründet. Er hat aber auch dem ersten Vorstand sieben Jahre angehört und in dieser Funktion als Beisitzer seine Erfahrung in den Aufbau des Vereins eingebracht. In dieser Funktion war er kein Pädagoge. Nicht selten hat er Positionen eingenommen, die von einigen als nicht bequem erlebt wurden. Nicht alle Freundschaften haben das überlebt. Aber dahinter steckte auch immer die Überzeugung, dass er mit souveränen, erwachsenen Menschen zu tun hat, die für ihr Handeln selbst verantwortlich sind und auch das Recht haben, die Welt anders zu beschreiben, zu erklären und zu bewerten als er.

Bis zum Schluss hat er sich konstruktiv in die Gesellschaft für Sozial Groupwork eingebracht. Er war maßgeblich an der Fortentwicklung des Berufsverbands zu einem Fachverband beteiligt, deren augenfälligster Ausdruck die Zertifizierung von Groupworkern ist.

Es versteht sich von selbst, dass Georg auf seinem Weg eng von Menschen begleitet wurde, die selbst auch einen bedeutenden Anteil haben, an dem, was hier als Georg Wirken dargestellt ist. Aber hier geht es uns um Georg, unseren Lehrer, unseren Kollegen, unseren Freund und lieben Menschen. Daher bitte ich um Verständnis, dass ich auf die Nennung der Namen weitgehend verzichtet habe.

Wir trauern um Georg, der zu Beginn der Corona-Pandemie an seinen Erkrankungen aus der Zeit davor starb. Wir sind glücklich, dass viele, denen er wichtig war und die ihm wichtig waren, in den letzten Stunden seines Lebens bei ihm sein konnten. Der große Abschied steht noch aus und ich hoffe, dass wir trotz aller Einschränkungen einen gebührenden Abschied für Georg Nebel gestalten können. In unseren Herzen lebt er weiter.

Klaus-Martin Ellerbrock, Mai 2020

 

 


Die Anmeldung für das erste virtuelle internationale Symposium ist geöffnet!
Herzliche Einladung, teilzunehmen!!

Dies war und ist eine große Leistung des Planungskommitees.
Noch nie war die Teilnahme am internationalen Symposium so günstig ! Keine Flugkosten, keine Kosten für Unterkunft und Verpflegung, keine lange Anreise!

Ganz einfach und bequem von zu Hause an den Vorlesungen, Workshops, Diskussionen und Austausch teilnehmen. Ihr braucht nicht die ganze Zeit anwesend zu sein und sucht euch die Veranstaltungen aus, die für euch interessant sind!

Auf der internationale Website (IASWG.org) sind alle Information auf Deutsch zu lesen



Liebe Freunde der IASWG,

auf Grund der aktuellen Situation haben wir uns heute schweren Herzens dazu entschieden, sowohl die Jahrestagung als auch die Methodenwerkstatt 2020 abzusagen.

Dieser Schritt ist uns nicht leicht gefallen.  Auch wir finden aber, dass wir Verantwortung für einander tragen und Risikogruppen schützen müssen. Sobald neue Entscheidungen getroffen werden können, werdet Ihr von uns hören.

Mit freundlichen Grüßen

der Vorstand IASWG


25 Jahre IASWG deutsches Chapter

 


Erklärung zur weltweiten politischen Lage

Unsere Position >>


7. – 10. Juni 2018 Symposium in Südafrika – ein Erlebnis ganz besonderer Art!

5 Frauen des deutschen Chapters machten sich auf nach Südafrika. Das, was Reineth Prinsloo, Professorin an der Universität in Pretoria und Hauptorganisatorin des Symposiums uns bereits in New York versprochen hatte, ist in Erfüllung gegangen: Wir haben eine Zeit erlebt, die wir im Leben nicht vergessen werden!

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Das Thema des Europäischen Groupwork Camp in Litauen lautete:

Social work with groups – from Trauma to Hope.

Am Freitagnachmittag kamen die Teilnehmer*innen in der wunderschönen Umgebung auf dem Land an. Die Namensschilder für alle Teilnehmende war gestaltet in Form eines Vogels aus Papier in verschiedene Farben. Die Vögel hatten symbolischen Charakter. Am Ende konnten die Teilnehmenden ihre Gedanken mitteilen. Hier ein paar Beispiele:

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Unterstützung der Herausgabe der deutschen Ausgabe von „The Life and Thought of Louis Lowy – Social Work through the Holocaust“ (Lorrie Greenhouse Gardella, Syracuse University Press; 2011)

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Groupworkerinnen und Groupworker, Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter, Supervisorinnen und Supervisoren,

ich wende mich heute an Sie, um Ihnen die deutsche Ausgabe eines im Amerikanischen geschriebenen Buches anzukündigen, das von Professorin Lorrie Greenhouse Gardella mit dem Original-Titel „The Life and Thought of Louis Lowy – Social Work throughout the Holocaust“ geschrieben wurde und 2011 bei Syracuse University Press erschienen ist.
Es wird demnächst in deutscher Übersetzung mit dem Titel „Louis Lowy: Sozialarbeit durch den Holocaust (und als möglicher Untertitel) Hoffnung trotz extremer Bedingungen“ im LAMBERTUS-Verlag erscheinen (voraussichtlicher Preis 25 €).

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Neues vom Vorstand!

Am Samstagabend der Jahrestagung sind vier Vorstandsmitglieder feierlich nach ihrer 6jährigen Amtszeit verabschiedet worden: Klaus Martin Ellerbrock, Melanie Kugelmeier, Hilde Müller de Navarro und Jenny Vest. Unter der Moderation von Marie Gurr und Ingo Junker wurden ihre Arbeit und ihr großes Engagement für die Gesellschaft mit viel Wertschätzung, Anerkennung und Liebe von den anwesenden Mitgliedern zum Ausdruck gebracht; durch sehr persönliche berührende Worte, kleine Anekdoten und großer Dankbarkeit.

Am Sonntag gab es Neuwahlen. Als neuer Vorstand stellt sich vor:
Thomas Jansen, Präsident
Ulrike Overs, Vize
Marie Gurr, Schriftführerin
Ingo Junker, Kassenwart
Hilda Baar-Kooij, Beisitzerin
Ute Leroy, Beisitzerin

Wir freuen uns sehr auf die gemeinsame Arbeit sowie eure Anregungen und Angebote!

Berichte >>


Save the Date

Ihr möchtet das Jahrestreffen im nächsten Jahr nicht verpassen?
Dann blockt euch gerne bereits den Termin:
15.03. – 17.03. 2019 im Nell Breuning Haus in Herzogenrath

P.S: Nach der Methodenwerkstatt ist vor der Methodenwerkstatt….
Unsere Planung für 2019 starten wir im April. Wir freuen uns über Anregungen und Angebote unter SocialGroupwork@web.de


Social Groupwork ist …

Unsere „Gesellschaft für Social Groupwork e.V.“ ist ein Fachverband der die Methode der Sozialen Gruppenarbeit in Theorie, Ausbildung und Praxis fördert.

pfeil … unsere Gesellschaft und das internationale Netzwerk

aktiv und vernetzt …

Wir entwickeln Groupwork im Austausch miteinander weiter. Besuchen Sie unsere Tagungen, Methodenwerkstätten und Praxisbesuche.

pfeil… Aktivitäten, an denen Sie sich überwiegend auch ohne Mitgliedschaft beteiligen können

methodisch …

Social Groupwork ist eine professionelle, auf Emanzipation gerichtete und ressourcenorientierte Methode sozialen Lernens.

pfeil… über Social Groupwork – Hintergrund, Definition und Entwicklung